LEITFADEN FÜR DEN VERKÄUFER

VERKAUFSBEDINGUNGEN

Wenn ein Schweizer oder ein ausländischer Bürger einem Schweizer eine Immobilie verkaufen möchte, kann die Transaktion ohne Verzögerung und ohne erforderliche Genehmigungen durchgeführt werden.

Allerdings unterliegt der Verkauf von Immobilien an einen nicht Schweizer Staatsbürger dem “Lex Friedrich” Gesetzt, das den Erwerb von Wohnungen und anderen, nicht-kommerziellen Gebäuden, von nichtansässigen Ausländern, in der Schweiz begrenzt.

Jedem Kanton wird eine jährliche Quote für den Verkauf an Ausländer zugeteilt. Die Genehmigung muss notariell von den kantonalen Behörden und von dem Bundesjustiz- und Polizeiministerium erteilt werden. Da diese Kontingente manchmal im Laufe des Jahres aufgebraucht werden, muss man sich gedulden, bis ein Ergänzungskontingent genehmigt wird, oder bis zur Veröffentlichung der Quote für das Folgejahr.

VERKAUFSVERFAHREN

Sobald der Käufer seine Kaufabsicht bestätigt hat, wird ein beeideter Notar, sowohl für den Käufer, als auch für den Verkäufer, eingesetzt. Er wird die notwendigen Dokumente ausfüllen und die Interessen beider Parteien vertreten. Der Notar kann die Unterzeichnung eines notariellen Kaufvertrages oder eines Terminverkaufes und die Hinterlegung eines Antrags für eine Kaufgenehmigung durch einen Ausländer übernehmen.

Wurde der Antrag für die Kaufgenehmigung deponiert, muss man 1 bis 2 Monate auf die oben genannte Genehmigung warten (oder länger, wenn das jährliche Kontingent erschöpft ist). Sobald die Genehmigung von der zuständigen kantonalen Dienststelle ausgestellt und von der Bundesbehörde ratifiziert wurde, kann der Notar die Eintragung im Grundbuch des Landesregisters vornehmen.

FINANZIELLE ASPEKTE

Der Verkaufspreis der Immobilie muss auf das Kundenfondskonto des Notars überwiesen werden, und zwar auf eine Schweizer Bank. Im Falle der Veräußerung durch Ausländer, muss der Notar sicherstellen, dass alle Steuern bis zum Tag der Überweisung bezahlt wurden.

Grundsätzlich, auch wenn die Steuern korrekt bezahlt wurden, bleibt noch immer ein offener Saldo. Wenn der Notar diese Steuern im Namen des Verkäufers nicht einzahlt, kann die Liegenschaft nicht übertragen werden und der Verkaufspreis wird auf dem Bankkonto des Notars gesperrt bleiben.

Ebenso soll der Notar die Kurtaxe, die kommunalen Steuern und die Hausverwaltungskosten bezahlen, um zu verhindern, dass sie auf das Konto des Käufers übertragen werden.

 

NOTARGEBÜHREN

Grundsätzlich unterliegt dem Käufer die Bezahlung aller gesetzlichen Gebühren. Doch im Hinblick auf eine eventuelle Vollmacht, einer Unterschriftslegalisierung seitens des Verkäufers und in Bezug auf die Abrechnung, wird eine separate Rechnung an den Verkäufer ausgegeben.

Der Saldo des Verkaufspreises wird auf ein Konto, auf den Namen des Verkäufers, der dem Notar die Koordinaten vermittelt hat, übertragen werden. Die Überweisung wird, nach der Zustimmung der Endabrechnung seitens des Verkäufers, erfolgen.